Mein Unna – hier leb´ ich gern Anzeige

Die Faszination des Lichts

Seit 20 Jahren hat Unna nicht nur das Zentrum für Internationale Lichtkunst, die Stadt selbst ist zu einem Zentrum für diese Kunstform geworden. Gefeiert wird das mit einer Ausstellung und mehr.

Wer sich an diesem Wochenende auf den Weg in die Unnaer Innenstadt macht, kann jeweils von 19 bis 23 Uhr besondere Entdeckungen machen. Denn an Orten wie der Stadtkirche, dem Nicolaiviertel und natürlich auch rund um die Lindenbrauerei sind dann Lichtkunstwerke zu sehen – und das hat einen guten Grund. Sie alle sind anlässlich eines Geburtstages zu sehen, dem 20-jährigen Bestehen des Zentrums für Internationale Lichtkunst.Ende Mai 2001 war es soweit: In den ehemaligen Brauereikellern der Lindenbrauerei ging das Licht an und gemeint ist damit nicht nur die klassische Beleuchtung. Denn in den Gewölben hatte zu diesem Zeitpunkt auch die Lichtkunst Einzug gehalten und noch heute macht sie Unna über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Namhafte Künstler präsentieren seitdem dort ihre Werke in den Dauer- und Wechselausstellungen, unzählige Besucherinnen und Besucher haben seitdem die besondere Atmosphäre des alten Brauereikellers sowie des Spiels mit Licht, Farben und Schatten.

Die Faszination des Lichts-2
Das Spiel mit dem besonderen Ort in den Kellern der alten Brauerei und natürlich mit Licht,
Farben sowie Schatten, macht seit 20 Jahren den Reiz des Zentrums für Internationale Lichtkunst aus.
FOTOS: TATENHORST/DRAWE

Dieser besondere Reiz übt auch auf viele Künstlerinnen und Künstler eine Faszination aus, etwa auf die Texanerin Adela Andea. Ihr Werk „Chaos Incarnate“, das sie eigens für den Ausstellungsraum in Unna geschaffen und in den Vorwochen aufgebaut hat, ist Teil der Jubiläumsausstellung „Faszination Licht“, die gestern ihre Eröffnung feierte und noch bis zum 24. April zu sehen sein wird. Neben Andeas Werk gehören noch zwei weitere Werke zu der Sonderausstellung. In einem Fall ist es ein Wiedersehen in Unna, denn „Plane Scape“, eine weitere raumfüllende Installation, war bereits 2012 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums zu sehen. Das Werk ist eine Gemeinschaftsarbeit der vier Künstlerinnen und Künstler Wolfgang Bittner, Lyndsey Housden, Yoko Seyama und Jeroen Uyttendaele. Auf einen begehbaren Wald aus Gummibändern werden hierbei die bewegten Bilder einer abstrakten Landschaft projiziert, begleitet von einer Sechs-Kanal-Ton-Komposition.

Komplettiert wird die Ausstellung durch die Installation „Spectrum (Frame Vision)“ des französischen Künstlers Olivier Ratsi. Dieser konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit einer Reihe von 20 LED-Rahmen, die präzise hintereinander im Ausstellungsraum positioniert werden und zu schweben scheinen. Verändernde Farben sorgen für einen visuellen Welleneffekt, der nahezu hypnotisch scheint.

Licht-Parcours mit zehn Werken

Während man die Sonderausstellung in den kommenden Monaten zusammen mit den dauerhaften Werken bewundern kann, hat man für die eingangs erwähnte Lichtkunst in der Innenstadt deutlich weniger Zeit. Nur noch bis einschließlich des morgigen Sonntags sind die insgesamt zehn Werke zu sehen. Der Name „Dutch [de] Light“ kommt dabei nicht von ungefähr, denn die Werke stammen allesamt von niederländischen Künstlerinnen und Künstlern.

Passend zum Lichtkunstmuseum greifen die Werke die Themen „Licht“ und „Form“ auf, passend zum Geburtstag auch das Thema „Zeit“. So werden die Abendstunden in Unna zu einem echten Erlebnis.

Weitere Informationen zum Zentrum für Internationale Lichtkunst, die Möglichkeit zur Ticketbestellung und auch den Plan zum Licht-Parcours in der Innenstadt gibt es online unter lichtkunst-unna.de