Bergkamen - Hier leb´ ich gern Anzeige

Die letzte Saison im Bergkamener Wellenbad

Im Herbst beginnt der Abriss der Anlage in Weddinghofen. Ab dem kommenden Jahr soll dann am neuen Häupenbad gebaut werden, dem Hallenbad, das anstelle des Freibades entsteht.

Wo dieser Tage noch unter freiem Himmel geschwommen wird, entsteht das neue Hallenbad. Im Modell des Häupenbads ist dann auch die Wasserrutsche mit ihren zwei parallelen Rutschröhren zu erkennen, die eines der Merkmale des Neubaus werden. MODELL: ARCHITEKTURBÜRO KRIEGER

Der Sprung ins kühle Nass – in den Sommermonaten möchte man darauf einfach nicht verzichten. Bergkamen bildet dabei natürlich keine Ausnahme und so erfreut sich das Wellenbad im Stadtteil Weddinghofen Jahr für Jahr einer besonderen Beliebtheit. Doch die Tage des Bades sind gezählt. Ende April wurden die Becken für ihre letzte Saison vorbereitet, am 9. Mai folgte dann die letztmalige Saisoneröffnung. Denn an der Stelle des Wellenbads wird ein neues Schwimmbad entstehen: das Häupenbad – benannt nach der Lage im Freizeitzentrum „Im Häupen“. Im Herbst, wenn die Schwimmer ihre abschießenden Runden unter dem freien Himmel gedreht haben, rollen die Bagger für den Abriss der bestehenden Anlagen an. Das Saisonende wird dann zugleich auch das Ende des Schwimmens im Freibad. Denn anders als bei der bisherigen Anlage wird das Häupenbad ein Ganzjahresbad konzipiert – also als Hallenbad.

Freizeitvergnügen steht im Mittelpunkt

Für die Gemeinschaftsstadtwerke ist es der zweite große Neubau, auch in Kamen entsteht mit dem Sesekebad eine neue Anlage. Doch beide unterscheiden sich in ihrem Angebot: Während in Kamen ein eher sportlich ausgerichtetes Kombi-Bad entsteht, wird in Bergkamen der Freizeitcharakter im Vordergrund stehen.

Diese Ausrichtung macht sich an vielen Stellen bemerkbar, beispielsweise bei der Wasserrutsche. Die ist nun erst einmal kein Alleinstellungsmerkmal, allerdings wird es in Bergkamen zukünftig zwei parallel verlaufende Rutschröhren geben, die dadurch ein Wettrutschen ermöglichen. Im Erlebnisbecken wird ebenfalls viel geboten: Ein Strömungskanal und ein Klettergrüst über dem Wasser ermöglichen dort Aktivitäten auch jenseits des klassischen Schwimmens.

Für die jüngsten Gäste ist natürlich auch ein Bereich vorgesehen. Ein Kinderplanschbecken garantiert altersgerechten Badespaß und wird zugleich zur „Heimat“ des neuen Schwimmbadmaskottchens. Denn am Becken wird eine Art Höhlenlabyrinth gebaut, dieses wird dann zum Wohnort des „Häupenmännchens“.

Auch Platz für sportliche Aktivitäten

Natürlich müssen all jene, für die das Schwimmen vorrangig der Bewegung und sportlichen Betätigung dient, nicht verzichten. So wird es zum einen ein Sportbecken geben, sechs Bahnen umfasst das 25 Meter lange Becken. In direkter Nachbarschaft sind dann zum anderen zwei Kursbecken, etwa für Wassergymnastik, geplant. Eines dieser Becken erhält einen Lärmschutz, sodass dort auch Musik als Untermalung der sportlichen Angebote gespielt werden kann, ohne andere Badegäste damit zu stören.

Diese Angebote werden dann auch für die Bergkamener Wassersportler interessant sein, die im Vergleich zum Hallenbad an der Lessingstraße jedoch auf Räumlichkeiten für ein Krafttraining verzichten müssen. Hier verspricht die Stadtverwaltung den Vereinen zwar Abhilfe, wo sich diese realisieren lässt, ist allerdings noch offen.

Preissteigerungen bei den Baukosten

Bekannt ist hingegen schon, dass das Häupenbad teurer wird, als man es ursprünglich kalkuliert hat. Bei der Vorstellung der Planungen vor zwei Jahren hatte man noch mit 29 Millionen Euro gerechnet, durch die gestiegenen Preise in der Baubranche liegen die Planungen bereits jetzt bei 35 Millionen Euro. Ob es bis zum Baustart bei dieser Summe bleibt oder weitere Steigerungen hinzukommen, bleibt abzuwarten.

Der Baustart ist für das kommende Jahr vorgesehen. Nach den Abrissarbeiten soll der Neubau im Frühjahr 2023 beginnen, nach zweijähriger Bauzeit ist die Eröffnung dann für das Jahr 2025 geplant.